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Wie viel verdient man mit Abitur und wie viel ohne?
Kurz beantwortet
Nach der Verdiensterhebung des Statistischen Bundesamts verdienten Vollzeitbeschäftigte mit Abitur oder Fachabitur im April 2025 im Median 5.277 Euro brutto im Monat. Mit Realschulabschluss waren es 3.795 Euro, mit Hauptschulabschluss 3.451 Euro, ohne Schulabschluss 2.955 Euro. Der Abstand von 1.482 Euro zum Realschulabschluss beschreibt Gruppen, denn zur Gruppe mit Abitur oder Fachabitur zählen auch alle, die danach studiert haben.
- Median mit Abitur oder Fachabitur
- 5.277 Eurobrutto im Monat, Vollzeit, April 2025, Destatis
- Median ohne Abitur oder Fachabitur
- 2.955 bis 3.795 Euroohne Schulabschluss bis Realschulabschluss, Vollzeit
- Abstand zum Realschulabschluss
- 1.482 EuroMedian im Monat, Wert für Gruppen, nicht für Einzelne
- Abstand je Stunde in den Ländern
- 6,06 bis 10,43 EuroDurchschnitt, Saarland bis Hessen, Abgrenzung nach Eurostat
Mit Abitur oder Fachabitur lag der Median im April 2025 bei 5.277 Euro brutto
Das Statistische Bundesamt (Destatis) misst in der Verdiensterhebung, was Beschäftigte brutto verdienen, und wertet dafür jedes Jahr den Stichmonat April aus. Die Tabelle 62361-0031 enthält den Monatsverdienst von Vollzeitbeschäftigten ohne Sonderzahlungen, also ohne Weihnachts- oder Urlaubsgeld. Der Median ist der mittlere Wert einer Gruppe. Die eine Hälfte verdient mehr, die andere weniger. Der Durchschnitt teilt dagegen die Summe aller Verdienste durch die Zahl der Beschäftigten und steigt mit jedem sehr hohen Gehalt.
Destatis teilt den höchsten Schulabschluss in vier Gruppen ein. Das Abitur (allgemeine Hochschulreife) und das Fachabitur (Fachhochschulreife) bilden dabei eine gemeinsame Gruppe, die Hochschul- oder Fachhochschulreife. Der Realschulabschluss (amtlich meist Mittlerer Schulabschluss) zählt zur Gruppe Realschul- oder vergleichbarer Abschluss.
| Schulabschluss | Median im Monat | Abstand zum Abschluss darunter | Durchschnitt im Monat | Abstand zum Abschluss darunter |
|---|---|---|---|---|
| Ohne Schulabschluss | 2.955 Euro | - | 3.279 Euro | - |
| Haupt- oder Volksschulabschluss | 3.451 Euro | +496 Euro | 3.723 Euro | +444 Euro |
| Realschul- oder vergleichbarer Abschluss | 3.795 Euro | +344 Euro | 4.126 Euro | +403 Euro |
| Hochschul- oder Fachhochschulreife (Abitur oder Fachabitur) | 5.277 Euro | +1.482 Euro | 5.937 Euro | +1.811 Euro |
| Alle Vollzeitbeschäftigten | 4.123 Euro | - | 4.784 Euro | - |
Den größten Sprung macht der Median zwischen dem Realschulabschluss und der Gruppe mit Abitur oder Fachabitur, nämlich 1.482 Euro oder rund 39 Prozent. Vom Hauptschul- zum Realschulabschluss sind es nur 344 Euro, rund 10 Prozent. Ohne Schulabschluss liegt der Median 496 Euro unter dem Hauptschulabschluss. Alle Vollzeitkräfte zusammen arbeiteten im April 2025 im Schnitt 39,1 bezahlte Stunden pro Woche und verdienten 28,19 Euro je Stunde, im Monat durchschnittlich 4.784 Euro.
Der Abstand von 1.482 Euro gilt für Gruppen und schließt Studierte ein
Die Verdiensterhebung vergleicht Menschen mit verschiedenen Abschlüssen. Sie misst nicht, was dieselbe Person mit und ohne Abitur verdient hätte. Wer aus den 1.482 Euro eine Gehaltserhöhung für ein nachgeholtes Abitur ableitet, rechnet deshalb mit einer Zahl, die etwas anderes misst. In jedem Gruppenwert stecken 4 weitere Einflüsse.
- Die Gruppe mit Abitur oder Fachabitur schließt alle ein, die danach einen Bachelor, einen Master oder eine Promotion abgeschlossen haben. Wie groß ihr Anteil ist, weist die Tabelle 62361-0031 nicht aus.
- Die Branche verschiebt den Verdienst stark. Vollzeitkräfte im Gastgewerbe verdienten im April 2025 im Durchschnitt 3.185 Euro im Monat, in der Finanz- und Versicherungsbranche 6.279 Euro, also 3.094 Euro mehr.
- Der Beruf und sein Anforderungsniveau bestimmen, welche Stelle jemand besetzt. Ein Abitur ist kein Beruf, es öffnet Ausbildungen und Studiengänge, die zu solchen Stellen führen.
- Alter und Berufserfahrung wirken mit. Vollzeitkräfte unter 25 Jahren kamen im Median auf 3.138 Euro, zwischen 35 und 40 Jahren auf 4.340 Euro.
Auch innerhalb einer Gruppe streuen die Verdienste weit. Bei Abitur oder Fachabitur liegt der Durchschnitt 660 Euro über dem Median, ohne Schulabschluss nur 324 Euro. Je größer dieser Unterschied ausfällt, desto stärker ziehen einzelne hohe Gehälter den Durchschnitt nach oben.
Mit Meister, Bachelor oder Master lag der Median 1.034 bis 2.529 Euro über der Ausbildung
Dieselbe Tabelle 62361-0031 gliedert auch nach dem höchsten beruflichen Abschluss, also nach Ausbildung, Fortbildung oder Hochschule. Schul- und Berufsabschluss lassen sich darin nicht kombinieren, jede Auswertung zeigt nur eine der beiden Gliederungen. Einen eigenen Wert für Menschen mit Abitur, aber ohne Ausbildung und ohne Studium gibt es deshalb nicht.
| Berufsabschluss | Median im Monat | Abstand zur Ausbildung | Durchschnitt im Monat |
|---|---|---|---|
| Ohne beruflichen Ausbildungsabschluss | 3.120 Euro | -654 Euro | 3.432 Euro |
| Anerkannter Berufsabschluss (Ausbildung) | 3.774 Euro | - | 4.125 Euro |
| Meister-, Techniker- oder Fachschulabschluss | 5.000 Euro | +1.226 Euro | 5.405 Euro |
| Bachelor | 4.808 Euro | +1.034 Euro | 5.289 Euro |
| Diplom, Magister, Master oder Staatsexamen | 6.303 Euro | +2.529 Euro | 7.019 Euro |
| Alle Vollzeitbeschäftigten | 4.123 Euro | +349 Euro | 4.784 Euro |
Die Gruppe mit Abitur oder Fachabitur liegt mit 5.277 Euro zwischen Bachelor und Master, weil sie alle Studierten mit Hochschulreife enthält. Eine Ausbildung kam mit 3.774 Euro auf fast denselben Median wie der Realschulabschluss mit 3.795 Euro. Der Unterschied beträgt 21 Euro. Wer zwischen Fortbildung und Hochschulreife schwankt, wägt Studium, eigenen Betrieb und Förderung im Vergleich Abitur oder Meister ab.
Arbeitgeber bezahlen die Tätigkeit und nicht den Schulabschluss
Den Verdienst zahlt der Arbeitgeber. Bezahlt wird die Stelle. Die Bundesagentur für Arbeit ordnet deshalb jede Tätigkeit in ihrer Entgeltstatistik einem von 4 Anforderungsniveaus zu. Sie heißen Helfer, Fachkraft, Spezialist und Experte und reichen von Helfer- und Anlerntätigkeiten bis zu hoch komplexen Tätigkeiten. Neben dem Berufsabschluss ist nach der Analyse der Bundesagentur das Anforderungsniveau der ausgeübten Tätigkeit maßgeblich für die Entgelte.
| Gruppe | Ein Viertel verdient weniger als | Median im Monat | Ein Viertel verdient mehr als |
|---|---|---|---|
| Helfer | 2.384 Euro | 2.863 Euro | 3.511 Euro |
| Fachkraft | 2.961 Euro | 3.720 Euro | 4.631 Euro |
| Spezialist | 3.878 Euro | 5.005 Euro | 6.587 Euro |
| Experte | 4.788 Euro | 6.292 Euro | über 7.450 Euro |
| Ohne beruflichen Abschluss | 2.427 Euro | 2.987 Euro | 3.776 Euro |
| Mit anerkanntem Berufsabschluss | 3.068 Euro | 3.870 Euro | 4.900 Euro |
| Mit akademischem Abschluss | 4.445 Euro | 5.916 Euro | über 7.450 Euro |
| Alle | 3.051 Euro | 4.013 Euro | 5.449 Euro |
Zwei Befunde derselben Analyse zeigen, wie stark die Stelle zählt. Das obere Viertel der Vollzeitkräfte ohne Berufsabschluss verdiente 3.776 Euro und mehr und lag damit über dem Median der Fachkräfte von 3.720 Euro. In der Informations- und Kommunikationsbranche üben nach der Analyse überdurchschnittlich viele Beschäftigte eine Expertentätigkeit aus, ohne einen höheren formalen Abschluss zu haben. Mit den Werten von Destatis lassen sich diese Zahlen nicht mischen, weil die Bundesagentur einen anderen Stichtag nutzt und nicht nach Schulabschluss gliedert.
Im öffentlichen Dienst steht dieselbe Regel im Tarifvertrag. Für die Eingruppierung kommt es nach den Hinweisen des Bundesministeriums des Innern zur Entgeltordnung des Bundes auf die auszuübende Tätigkeit an. Ein Zeugnis zählt dort erst, wenn die Tätigkeit es verlangt.
Der Schulabschluss öffnet Ausbildung und Studium, mehr Verdienst bringt erst der Beruf danach
Aus beiden Statistiken folgt für den Zweiten Bildungsweg eine Reihenfolge. Der nachgeholte Abschluss ist eine Zugangsvoraussetzung. Das Abitur öffnet jedes Studienfach, das Fachabitur ein Studium an Fachhochschulen, der Realschulabschluss den Weg an die Fachoberschule und an das Kolleg, die Tagesschule zum Abitur für Erwachsene. Mehr Geld folgt erst, wenn Sie mit dem Abschluss eine Ausbildung, eine Fortbildung oder ein Studium anschließen oder eine Stelle bekommen, die ihn voraussetzt.
Zielberuf festlegen
Klären Sie zuerst, welchen Beruf oder welche Stelle Sie erreichen wollen. Den Verdienst einzelner Berufe veröffentlicht die Bundesagentur für Arbeit im Entgeltatlas, als Median brutto für Vollzeitkräfte, gegliedert nach Beruf und nicht nach Schulabschluss.
Zugang prüfen
Stellen Sie fest, welchen Abschluss die Ausbildung, das Studium oder die Stelle verlangt. Mit Meister oder mit Ausbildung und Berufspraxis führt unter Bedingungen auch ein Weg zum Studium ohne Abitur.
Weg zum Abschluss wählen
Abendschule, Kolleg, Fernschule und Nichtschülerprüfung, in manchen Ländern Externenprüfung genannt, führen zum selben Abschluss. Welche dieser Wege es an Ihrem Wohnort gibt, lässt sich im Wegfinder nachsehen.
Anschluss mitplanen
Planen Sie Ausbildung, Fortbildung oder Studium nach dem Abschluss gleich mit, denn erst dort entsteht der Abstand, den Destatis zwischen den Gruppen misst. Rechnen Sie dabei die Jahre ein, in denen Schule oder Studium Ihren Verdienst schmälern.
Gehaltsvergleich nach Schulabschluss
Abstand im Median, brutto
+1.826 Euro
im Monat, das sind 21.912 Euro im Jahr ohne Sonderzahlungen
- Ohne Schulabschluss
- 2.955 Euro
- Hauptschulabschluss
- 3.451 Euro
- Realschulabschluss
- 3.795 Euro
- Fachabitur oder Abitur
- 5.277 Euro
Median des Bruttomonatsverdiensts von Vollzeitbeschäftigten nach höchstem allgemeinbildendem Schulabschluss, Deutschland, Stichmonat April 2025. Fachabitur und Abitur weist Destatis nur gemeinsam aus. Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis), 2026, Bruttostundenverdienste, Bruttomonatsverdienste: Deutschland, Stichmonat, Geschlecht, persoenliche und berufsbezogene Merkmale (Verdiensterhebung), Datenlizenz Deutschland Namensnennung 2.0. Der Abstand beschreibt Gruppen, nicht die Wirkung eines Abschlusses auf eine einzelne Person; Beruf, Branche und Berufsabschluss wirken mit.
Die Wege zum Abschluss selbst führen über das Abitur nachholen und den Realschulabschluss nachholen. Im öffentlichen Dienst öffnet ein nachgeholtes Abitur den Aufstieg in den gehobenen Dienst, mehr Entgelt bringt dort aber erst die Tätigkeit nach einem Studium.
Je Stunde lag die Gruppe mit Abitur oder Fachabitur in jedem Land 6,06 bis 10,43 Euro über dem Realschulabschluss
Für die einzelnen Länder weist Destatis keinen Monatsverdienst nach Schulabschluss aus, nur den durchschnittlichen Bruttostundenverdienst in der Tabelle 62361-0052. Diese Werte folgen der Abgrenzung der europäischen Statistikbehörde Eurostat, die auch für den Gender Pay Gap gilt. Gezählt werden Voll- und Teilzeitkräfte in Unternehmen ab 10 Beschäftigten, ohne Land- und Forstwirtschaft und ohne öffentliche Verwaltung.
| Land | Ohne Schulabschluss | Hauptschulabschluss | Realschulabschluss | Abitur oder Fachabitur | Abstand zum Realschulabschluss |
|---|---|---|---|---|---|
| Hessen | 16,55 | 20,31 | 23,05 | 33,48 | +10,43 |
| Bayern | 16,77 | 21,03 | 23,32 | 33,32 | +10,00 |
| Berlin | 17,50 | 18,92 | 22,01 | 30,84 | +8,83 |
| Thüringen | 16,54 | 17,54 | 19,86 | 28,61 | +8,75 |
| Baden-Württemberg | 17,61 | 21,84 | 23,59 | 32,01 | +8,42 |
| Sachsen-Anhalt | 15,42 | 17,69 | 20,22 | 28,33 | +8,11 |
| Sachsen | 15,51 | 17,11 | 20,05 | 28,05 | +8,00 |
| Hamburg | 16,67 | 20,70 | 24,27 | 32,08 | +7,81 |
| Niedersachsen | 15,67 | 19,61 | 21,77 | 29,51 | +7,74 |
| Rheinland-Pfalz | 16,88 | 19,83 | 22,12 | 29,69 | +7,57 |
| Bremen | 19,50 | 20,40 | 22,81 | 30,28 | +7,47 |
| Brandenburg | 16,01 | 17,89 | 20,60 | 27,94 | +7,34 |
| Nordrhein-Westfalen | 16,57 | 19,70 | 22,14 | 29,45 | +7,31 |
| Mecklenburg-Vorpommern | 16,00 | 17,43 | 19,58 | 26,84 | +7,26 |
| Schleswig-Holstein | 15,60 | 18,66 | 21,68 | 28,46 | +6,78 |
| Saarland | 18,42 | 20,37 | 22,06 | 28,12 | +6,06 |
- In Hessen (33,48 Euro) und Bayern (33,32 Euro) lag der Stundenverdienst mit Abitur oder Fachabitur am höchsten, in Mecklenburg-Vorpommern (26,84 Euro) am niedrigsten.
- Mit Realschulabschluss reichte die Spanne von 19,58 Euro in Mecklenburg-Vorpommern bis 24,27 Euro in Hamburg.
- Die Gruppe mit Abitur oder Fachabitur verdiente in Mecklenburg-Vorpommern mehr als die Gruppe mit Realschulabschluss in Hamburg, wo diese Gruppe ihren höchsten Länderwert erreichte.
- Ohne Schulabschluss lag Bremen mit 19,50 Euro vorn und Sachsen-Anhalt mit 15,42 Euro hinten.
- Gemessen am Realschulabschluss war der Abstand in Hessen mit rund 45 Prozent am größten und im Saarland mit rund 27 Prozent am kleinsten.
In allen 16 Ländern steigt der Stundenverdienst mit jeder Stufe des Schulabschlusses. Der Wohnort verschiebt das Niveau. An der Reihenfolge ändert er nichts.
Einordnung der Redaktion
Für wen dieser Weg nicht passt
Als reine Gehaltsmaßnahme in der bisherigen Stelle passt ein nachgeholtes Abitur selten, denn den Verdienst bestimmt die Tätigkeit. Wer dagegen ein Studium oder eine Ausbildung anstrebt, die ohne den Abschluss verschlossen bleibt, kann den Gruppenabstand als Richtwert dafür lesen, was am Ende dieses Weges erreichbar ist. Wer schon eine Ausbildung hat und im Beruf bleiben will, fährt mit der Fortbildung zum Meister oder Techniker oft besser, weil sie nach Berufsabschluss im Median knapp über dem Bachelor liegt.
6 Fragen zu Gehalt mit und ohne Abitur
Gibt es Gehaltszahlen für Beschäftigte mit Abitur, aber ohne Studium?
Nein, für Beschäftigte mit Abitur ohne Studium weist das Statistische Bundesamt keinen eigenen Verdienst aus. Die Gruppe Hochschul- oder Fachhochschulreife schließt alle ein, die danach studiert haben, und Schul- und Berufsabschluss lassen sich in der Tabelle 62361-0031 nicht kombinieren. Abitur und Fachabitur trennt Destatis dort ebenfalls nicht.
Verdient man mit Fachabitur so viel wie mit Abitur?
Ob Beschäftigte mit Fachabitur so viel verdienen wie mit Abitur, lässt sich aus der Verdiensterhebung nicht ablesen. Das Statistische Bundesamt fasst beide Abschlüsse zur Gruppe Hochschul- oder Fachhochschulreife zusammen. Für diese Gruppe lag der Median im April 2025 bei 5.277 Euro brutto im Monat in Vollzeit.
Steigt das Gehalt automatisch, wenn man das Abitur nachholt?
Nein, ein nachgeholtes Abitur erhöht das Gehalt in der bisherigen Stelle nicht von selbst. Verdienste hängen an der Tätigkeit, an ihrem Anforderungsniveau und an der Branche. Auch im Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes richtet sich die Eingruppierung nach der auszuübenden Tätigkeit.
Wie viel verdient man ohne Schulabschluss in Vollzeit?
Vollzeitbeschäftigte ohne Schulabschluss verdienten im April 2025 im Median 2.955 Euro brutto im Monat, im Durchschnitt 3.279 Euro. Das sind 1.168 Euro weniger als der Median aller Vollzeitkräfte von 4.123 Euro. Die Zahlen stammen aus der Verdiensterhebung des Statistischen Bundesamts, Tabelle 62361-0031.
Wie viel verdient man mit Ausbildung im Vergleich zum Bachelor?
Vollzeitbeschäftigte mit anerkanntem Berufsabschluss verdienten im April 2025 im Median 3.774 Euro brutto im Monat, mit Bachelor 4.808 Euro. Der Abstand beträgt 1.034 Euro. Mit Meister-, Techniker- oder Fachschulabschluss waren es 5.000 Euro, also etwas mehr als mit Bachelor.
In welchem Bundesland verdienen Beschäftigte mit Abitur oder Fachabitur je Stunde am meisten?
Beschäftigte mit Abitur oder Fachabitur verdienten im April 2025 in Hessen mit durchschnittlich 33,48 Euro brutto je Stunde am meisten, knapp vor Bayern mit 33,32 Euro. Am niedrigsten lag der Wert in Mecklenburg-Vorpommern mit 26,84 Euro. Die Zahlen sind Durchschnitte in der Abgrenzung von Eurostat und schließen Teilzeit ein (Destatis, Tabelle 62361-0052).
Quellen
- Verdiensterhebung, Tabelle 62361-0031, Bruttomonats- und Bruttostundenverdienste nach Schulabschluss, Berufsabschluss und Alter, April 2025, Statistisches Bundesamt (Destatis), Datenlizenz Deutschland Namensnennung 2.0, abgerufen am 2. Oktober 2026
- Verdiensterhebung, Tabelle 62361-0052, Bruttostundenverdienste nach Bundesländern und Schulabschluss, April 2025, Statistisches Bundesamt (Destatis), Datenlizenz Deutschland Namensnennung 2.0, abgerufen am 2. Oktober 2026
- Verdiensterhebung, Tabelle 62361-0046, Bruttostundenverdienste Deutschland nach Wirtschaftsabschnitten, April 2025, Statistisches Bundesamt (Destatis), Datenlizenz Deutschland Namensnennung 2.0, abgerufen am 2. Oktober 2026
- Durchschnittliche Bruttoverdienste und Arbeitszeiten, Ergebnisse für April 2025, Statistisches Bundesamt (Destatis), abgerufen am 2. Oktober 2026
- Pressemitteilung Nr. 453 vom 16. Dezember 2025, Gender Pay Gap im öffentlichen Dienst bei 4 Prozent, in der Privatwirtschaft bei 17 Prozent, Statistisches Bundesamt (Destatis), abgerufen am 2. Oktober 2026
- Berichte: Blickpunkt Arbeitsmarkt, Analyse zur Entgeltstatistik 2024 (Oktober 2025), Abschnitt 2.2 und Abbildung 4, Statistik der Bundesagentur für Arbeit, abgerufen am 3. Oktober 2026
- Hilfe zum Entgeltatlas, Anforderungsniveaus und Median, Bundesagentur für Arbeit, abgerufen am 3. Oktober 2026
- Tarifvertrag über die Entgeltordnung des Bundes (TV EntgO Bund) mit Anlage 1 und Durchführungshinweisen, Bundesministerium des Innern, abgerufen am 3. Oktober 2026
- Entgelttabellen TVöD Bund, Tabelle gültig ab 1. Mai 2026, Bundesministerium des Innern, abgerufen am 3. Oktober 2026


